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Die in der Schweiz aufgewachsene Musikerin, von der ich bis dato noch nichts gehört hatte, verfolgt die Vision, einen einzigartigen Stil zu kreieren, einen Hybrid aus verschiedenen Genres. Mit einer starken Positionierung jenseits gängiger Klischees treffen BEYOND FREQUENCIES bei jenen Musik-Liebhabern ins Schwarze, die sich nach mehr Vielfalt und moderner Abwechslung in der Rock-Szene sehnen.
Die Frau mit norwegischen und deutschen Wurzeln schlägt auf «Everything I Am» gekonnt die Brücke zwischen Pop und Rock. Bevor sie mit Beyond Frequencies die Musik-Szene betrat, tourte die Frontfrau Blazy Flash mit ihrer ehemaligen Band Phonoflakes durch Mexiko und die USA. Drei Jahre in Folge rockte sie die Center Stage beim berüchtigten "Burning Man Festival." 2013 zog sich Blazy Flash zurück, wie sie dachte, für immer. Doch es kam anders, denn im Jahr 2020 feierte sie mit Beyond Frequencies ihr Comeback. Mittlerweile schaut die Ökonomin und Kommunikations-Expertin auf zwei Studio-Alben zurück.
Mit «Everything I Am» folgt nun der dritte Streich, und die Platte enthält neun Tracks mit luftig popigen Songs sowie härteren Rock-Tracks. Der Sound von Beyond Frequencies ist grundsätzlich nicht schlecht, jedoch für meinen Geschmack, zumindest ab Konserve, etwas eintönig. Die Stimme ist in jedem Song so sanft und klar, dass es die Tracks (zu) einheitlich erscheinen lässt. Nicht, dass die Frau nicht singen könnte, beileibe nein. Jedoch beissen sich die Vocals, besonders bei den härteren Nummern, mit dem massiven Soundteppich, der im Hintergrund wummert.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Chose live mehr zündet, wenn Beyond Frequencies als Gesamt-Paket auf der Bühne stehen. Leider ist mir nicht bekannt welche Musiker, nebst der Sängerin, noch hinter dem Projekt stecken. Ich lasse mich jetzt zur Aussage verleiten, dass «Everything I Am» dem gepflegten Metaller zu seicht ist. Für den gängigen Radiohörer, der gut mit Rock, Pop und elektronischen Klängen im Alltag jongliert, kann diese Scheibe definitiv eine Erweiterung des persönlichen Musik-Katalogs darstellen, denn der Erfolg scheint Blazy Flash irgendwie Recht zu geben.
Oliver H.