Freitag, 17. April 2026

Metal Factory since 1999

LP/CD-Reviews (5809)

WORM – Necropalace

Freitag, 13. Februar 2026
Mit «Necropalace» setzen WORM aus Florida ihre stetige Wandlung von einer Kultband hin zu einer festen Grösse innerhalb des Extreme Metal fort. Anstatt modernen Extrem-Trends hinterherzujagen, konzentriert sich die Band mehr auf Atmosphäre, Tempo und eine dekadente Düsternis, die sorgfältig kuratiert wirkt.

DEFACED – Icon

Freitag, 13. Februar 2026
Längere Pausen veranlassen normalerweise zu Spekulationen über den Tod einer Band. Auch im Fall der Schweizer Death Metal Kapelle DEFACED war man sich in Fankreisen nicht sicher, wie es um die Krachmacher-Truppe steht. Nun gibt es Entwarnung, denn Defaced kehren nach einer zehnjährigen Pause mit ihrem dritten Studio-Album «Icon» zurück.
Der italienische Doom entwickelt sich ständig weiter. «De Venom Natura» von PONTE DEL DIAVOLO sticht jedoch gerade deshalb hervor, weil das Album sich weigert, sich wie ein typisches Doom-Album zu verhalten. Dieses zweite Album fühlt sich ein wenig wie ein ritualistischer Liederzyklus an, in dem Atmosphäre, Bewegung und Stimme ebenso wichtig sind wie das Gewicht der Musik.

EDENBRIDGE – Set The Dark On Fire

Donnerstag, 12. Februar 2026
Für mich überraschend stark präsentieren sich EDENBRIDGE auf ihrem zwölften Album. Zwar hatte ich die Band bereits früher mal live erlebt und auch in ein, zwei ihrer Alben hineingehört – aber so gut wie heuer wirkten sie auf mich noch nie.

SAGENBRINGER – Zwischen den Welten

Donnerstag, 12. Februar 2026
Mit den ersten beiden Alben ist es SAGENBRINGER einerseits gelungen, die Anhängerschaft massiv zu steigern, und anderseits wurde die Messlatte für das dritte Werk natürlich recht hoch gelegt. Bisher waren die Deutschen vor allem im nordisch mythologischen Raum unterwegs, was die Lyrics angeht. Diesmal öffnet man sich auch etwas in Richtung anderer Sagen, was das Feld für die Zukunft nun ein wenig öffnet.

DARKNESS – The Death Squad Chronicles

Donnerstag, 12. Februar 2026
Auch wenn die Jungs von DARKNESS aus Essen stammen, den gleichen Erfolg wie Kreator konnten die Herren um Gitarrist Arnd und Drummer Lacky bisher nie erreichen. Hört man sich aber die Songs der vorliegenden Scheibe an, fragt man sich warum?!
Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 haben LIONHEART Aggression und feurige Intensität zur Grundlage ihres groovigen, knallharten Sounds gemacht. Jedes Album markierte einen weiteren Schritt nach vorne: lauter, schärfer, stärker.

INDUCTION – Love Kills!

Mittwoch, 11. Februar 2026
Mitte Juni vergangenes Jahr beehrten INDUCTION das Zürcher Publikum im Komplex 457 als Vorband von Savatage. Als die Band den Europe Klassiker «The Final Countdown» ohne Keyboarder zum Besten gab, war das für unseren hochgeschätzten Metal Factory Kollegen Tinu zu viel. Ich musste ihn fast schon zurückhalten, denn er war kurz davor auf die Bühne zu springen, um Tim Hansen den Hals umzudrehen.

MARIANAS REST – The Bereaved

Mittwoch, 11. Februar 2026
Finnland und schwer-traurige Mucke - das passt zusammen wie Arsch auf Eimer. Und MARIANAS REST machen hierbei keine Ausnahme, denn die Mucke ist generell eher schwer-drückend, traurig und deprimierend.

DARKLON – Mind Reaper

Dienstag, 10. Februar 2026
Klassischen US-Metal der Sorte Omen, Savage Grace oder Metal Church bietet der Vierer aus…, Griechenland! Ja, die Jungs aus Athen haben ihre Hausaufgaben gemacht und stellen so manchen Vertreter des angeblichen Power Metals und der "New Wave Of Traditional Heavy Metal" in den Schatten.

PLANTOID – Flare

Dienstag, 10. Februar 2026
Die britischen Progressive-Rocker PLANTOID präsentieren hier mit ihrem zweiten Album «Flare» eine weitere musikalische Reise durch die Progressive Rock Welt, mit Abstechern in Pop-Gefilde.

EXCIDE – Bastard Hymns

Dienstag, 10. Februar 2026
EXCIDE aus North Carolina dürfen nach einer Reihe von produktionstechnischen Herausforderungen endlich ihr zweites Werk «Bastard Hymns» präsentieren. Die Platte ist der nächste logische Schritt nach dem Debüt-Album «Deliberate Revolver», doch nun gibt es für die Band keine Vorgaben oder Grenzen mehr.
In der Schule wird den Kindern beigebracht, dass Krieg etwas Schlechtes ist. Vom Prager Fenstersturz bis zur Ermordung des Thronfolgers in Sarajevo: Krieg bedeutet immer Gewalt und Tod. Untermauert von Zahlen, so gewaltig und abstrakt, dass sie beinahe unecht wirken: Siebzehn Millionen Tote allein im Ersten Weltkrieg. Doch ein einzelnes Schicksal ist im Schatten des grossen Ganzen so winzig, dass es keine Beachtung findet. Genau hier setzt «Soldatenschicksale» an.

LORD ELEPHANT – Ultra Soul

Montag, 09. Februar 2026
Noch bevor die Nadel auf die Platte von LORD ELEPHANT fällt, weckt allein schon der Bandname bestimmte Erwartungen: etwas Massives, Langsames und Unübersehbares. Diese Erwartung wird erfüllt und prägt das gesamte Album. Links, zwei, drei, vier – Doom marschiert wie bei Colonel Hathi.
Hört man sich «Gild The Lily» an, ohne NEW MISERABLE EXPERIENCE je zuvor gehört zu haben (so wie der Autor dieser Review), präsentiert sich das Album als ein Werk, das eher auf Zurückhaltung als auf Wirkung setzt. Obwohl Videos wie «Ordinary People» eine konventionelle Band-Besetzung mit einem Live-Schlagzeug zeigen, erzählt die Platte selbst eine andere Geschichte.

STEEL ARCTUS – Dreamruler

Samstag, 07. Februar 2026
Wie kann denn der Autor dieser Zeilen das vorliegende Album in seiner Jahresbestenliste 2025 führen, wenn die Veröffentlichung erst am 06. Februar 2026 ist? Nun, diese Unart hat sich leider in den letzten Jahren bei vielen Labels eingeschlichen. Erschienen ist «Dreamruler» nämlich schon Ende November, aber die Tonträger sind nun erst ab Februar erhältlich. Müsste wirklich nicht sein!
Mit «Me And My Shadow» liefern DIRTY SOUND MAGNET ein Album ab, das sich Track für Track bewusst entfaltet. Jeder Song offenbart dabei eine andere Facette ihrer klanglichen Identität und bleibt dennoch Teil eines kohärenten Ganzen.
ALKALOID kennen wirklich keine Grenzen! Morean (v/g), Hannes Grossmann (d), Linus Klausenitzer (b) und Christian Münzner (g) hatten bereits als Mitglieder von Obscura, Triptykon und Dark Fortress den Gesetzen des Metal-Universums getrotzt, aber seit sie sich 2013 zu einer Supergroup zusammengeschlossen haben, experimentieren sie an einer neuen Zusammensetzung des progressiven Death Metals.
Es gibt diese 10/10 Alben, die einen still und leise umhauen. «Weapons Of Beauty», JAY BUCHANANs zweites Solo-Album und sein wahrer künstlerischer Durchbruch ausserhalb von Rival Sons, gehört eindeutig in diese Kategorie. Hierbei handelt es sich nicht um einen Rock-Sänger, der sich nebenbei mit Nebenprojekten beschäftigt, sondern um ein vollendetes Statement einer der emotional fesselndsten Stimmen seiner Generation.

MAYHEM – Liturgy Of Death

Freitag, 06. Februar 2026
Wie auch Emperor, besitzen MAYHEM ebenso eine gewisse Grösse, die sie von anderen Black Metal Bands unterscheidet. Besonders hervorsticht der ausgereifte Sound dieser Besetzung. Es ist keine Neuerfindung um ihrer selbst willen. Die Band verfeinert lediglich das, was sie bereits gut kann. Nach vier Jahrzehnten dokumentiert «Liturgy Of Death» eher die fortwährende Absicht als das Vermächtnis. Unnachgiebig, fokussiert und mit Unbehagen wohlfühlend.
Südamerika mausert sich nicht erst seit gestern zu einem Metal und Hard Rock begeisterten Kontinent, sondern bietet auch immer wieder coole neue Bands. Mit dem zweiten Werk «What The Nite Is All About» keimt der Ursprung solcher Truppe wie XYZ, Hurricane Alice, oder Wildside bei Nite Stinger auf und wird alle jene beglücken, die sich mit dem Sound der obenstehenden Bands begeistern können.

HÄLLAS – Panorama

Donnerstag, 05. Februar 2026
Die Schweden HÄLLAS nehmen den Zuhörer gleich zu Beginn ihres vierten Werkes mit auf eine 21 Minuten lange Reise mit «Above The Continuum» in ihre wunderbare Welt des Progressive Rock. Die Musik schwebt, die Orgeln wabern, der Gesang zieht den Zuhörer in seinen Bann, erinnert mich etwas an Procol Harum.

DEATH DEALER – Reign Of Steel

Donnerstag, 05. Februar 2026
Das vierte Album der Power Metaller DEATH DEALER bietet logischerweise kernigen und kräftigen Metal in seiner ureigensten Form. Über das Sanges-Organ von Sean Peck werden sich die Götter zwar einmal mehr streiten. Sicherlich aber nicht darüber, dass seine Kreissäge-artigen Schreie jedes Glas zum Zersplittern bringen werden!

STONE NOMADS – Empires Of Stone

Donnerstag, 05. Februar 2026
Mit ihrem dritten Album «Empires Of Stone» hat sich das Trio STONE NOMADS aus Houston fest in seiner eigenen Ecke des Doom-Sludge etabliert, ohne nach Innovation zu streben.

LONE WANDERER – Exequiae

Mittwoch, 04. Februar 2026
Mit «Exequiae» tauchen LONE WANDERER noch tiefer in Stille, Schwere und Ritual ein. Dies ist ein Album, das sich nicht sofort offenbart. Es fordert die Zuhörer auf, langsamer zu werden, zu verweilen und die Dauer als Teil seiner Bedeutung zu akzeptieren.
CRYSTAL LAKE Lake bringen ihr mit Spannung erwartetes siebtes Studio-Album «The Weight Of Sound», das erste mit dem neuen Sänger John Robert C (ehemals The Last Ten Seconds Of Life), auf den Markt.

BARBARIAN – Reek Of Gold

Mittwoch, 04. Februar 2026
Das italienische Trio existiert bereits seit siebzehn Jahren und «Reek Of Gold» ist das sechste Album der Band. Für mich allerdings ist es die erste Begegnung, ein Grund dafür ist sicher auch, dass BARBARIAN bisher bei relativ unbekannten Labels wie "Doomentia" oder "Hells Headbangers" unter Vertrag standen. Mit "Dying Victims" dürfte der Bekanntheitsgrad nun eine Steigerung erfahren.

MØL – Dreamcrush

Dienstag, 03. Februar 2026
Mit «Dreamcrush» erreichen MØL einen Punkt, an dem Ambition und Zurückhaltung aufeinandertreffen. Das dritte Album der dänischen Band zielt eher darauf ab, Blackgaze zu verfeinern, indem Überflüssiges weggelassen und die emotionale Wirkung vertieft wird. Das Ergebnis ist ein Album, das sorgfältig gestaltet wirkt, bewusst Kontraste setzt und selbstbewusst genug ist, um Zerbrechlichkeit und Kraft nebeneinander bestehen zu lassen.

DRAMATIST – Wasting Words

Dienstag, 03. Februar 2026
Als ich DRAMATIST beim "Wacken Open Air" 2025 zum ersten Mal entdeckte, als wir eines Abends zur "Wasteland Stage" durch den Schlamm wateten, beeindruckte mich nicht nur die Energie der Band, sondern auch das Gefühl, dass jeder Song sein eigenes Gewicht und seine eigene Intention hatte. Dieses Gefühl kommt auf ihrem Debüt-Album «Wasting Words» voll zur Geltung.

BLACK JADE – The Return

Dienstag, 03. Februar 2026
Das 1999 in Basel gegründete Projekt BLACK JADE hat zwölf der überzeugendsten von Tolkien inspirierten Death Metal Alben veröffentlicht. Bereits frühe Werke wie «The Sadness Of Fallen Leaves» (2013) oder ikonische Songs wie «Maedros Pain» zeigten, dass Melodie und epischer Umfang stets präsent waren.
Die Norweger COURSE OF FATE lassen es mit ihrem neuesten Werk ordentlich krachen, was schon der zehn Minuten lange Opener und Titeltrack beweist. Grosse Gesangs-Melodien, die an Dream Theater erinnern, wechseln sich mit ruhigen Passagen ab. Cleane Gitarren folgen auf fette wie tiefer gestimmte Parts. Dies ist wahrlich eine grosse Progressive-Nummer.

POPPY – Empty Hands

Montag, 02. Februar 2026
Ist die eine mögliche Hymnen-Sammlung für eine Tik-Tok Generation? Manche Tracks fühlen sich wie Hymnen für eine Generation an, die über Social Media nach Identifikation sucht. Wenn «Empty Hands» erscheint, fühlt es sich nicht wie eine Veränderung an, sondern eher so, als würden POPPY endlich die Form annehmen, die sie seit Jahren entwickelt haben: ein destilliertes, rohes und viszerales Statement, das selbstbewusst an der Schnittstelle zwischen Metalcore, industrieller Aggression und pop-infizierter wie emotionaler Direktheit steht.

DIEVERSITY – 4

Montag, 02. Februar 2026
Das neue Jahr bringt ja auch immer wieder grossartige, neue Vorsätze mit ans Tageslicht. Für die einen ein bisschen verschwommener, da der übermässige Alkohol-Konsum den ersten Grundsatz schon mal zunichte gemacht hat, während die anderen sich nach einer Woche fragen, warum sie die Latte bloss so hoch angesetzt haben!?

HÉR – Monochrome

Freitag, 30. Januar 2026
Mit «Monochrome» präsentieren HÉR ein Album, das weniger wie eine Sammlung von Songs wirkt, sondern vielmehr wie ein langsamer, anspruchsvoller Ritus. Das in Danzig gegründete polnische Ensemble schöpft tief aus der poetischen Edda, jenem Fundus altnordischer Weisheitsdichtung, der auch Tolkien inspirierte, als er sein eigenes tragisches Legendarium schuf ("..Thurin" nicht "Der Hobbit"). Wie bei Tolkien werden diese alten Quellen nicht als Museums-Stücke behandelt, sondern als lebendige Materie: dunkel, zerbrochen und unangenehm menschlich.

OBSCURITY – Ascheregen

Freitag, 30. Januar 2026
OBSCURITY, auch die "Bergischen Löwen" genannt, haben 1997 ein Werk geschaffen, das von vorchristlicher Mythologie durchdrungen und durch eine Fusion aus Death Metal-Strenge und melodischer Struktur geprägt ist. Fast dreissig Jahre später bekommt der Zuhörer auf «Ascheregen» wieder diesen druckvollen und melodischen Death Viking Metal um die Ohren geballert, allerdings mit einer deutlicheren Schärfe an Black Metal, was wiederum dazu einlud, auch an Melodie und Härte nochmals zuzulegen.

RAVE IN FIRE – Square One

Freitag, 30. Januar 2026
Die Madrilenen werfen ihr zweites Album ins Becken und schwimmen dabei im selben Teich mit Bands wie Hitten, Chastain oder Cobra Spell. Das Gehirn der Band ist Gitarrist Jonjo Negrete, welcher das Album in Eigenregie aufgenommen, produziert und gemastert hat: "Etwas experimenteller sind wir geworden, ohne allerdings die Essenz von RAVE IN FIRE zu opfern. Der grösste Unterschied zwischen «Square One» und seinem Vorgänger ist der Fakt, dass «Sons Of A Lie» (2022) ein Album war, welches für zwei Gitarren geschrieben wurde."

CORONATUS – Dreadful Waters

Donnerstag, 29. Januar 2026
Nightwish haben viel von ihrer hymnischen Klasse verloren, Within Temptation und Ad Infinitum gehen in eine deutlich modernere Richtung und Epica treten – zwar auf akzeptablem Niveau – irgendwie auch auf der Stelle. Irgendwie habe ich den Eindruck, der Symphonic Metal darbt irgendwie dahin. Ob ausgerechnet die bisher eher zweit-, wenn nicht drittklassigen CORONATUS daran etwas ändern können? Es wäre eine faustdicke Überraschung!

ELWOOD STRAY – Descending

Donnerstag, 29. Januar 2026
10 Jahre sind noch keine Ewigkeit und dennoch Grund genug, um zu feiern. ELWOOD STRAY, die Essener Truppe um Fabian Petz (Gitarre & Clean Vocals), Maik Nehrkorn (Shouts), Niels Flor (Gitarre), Raphael Sinz (Bass) und Raphael Kemmer (Drums) veröffentlicht mit Unterstützung von Out Of Line Music ihre Jubiläumsplatte «Descending».

STARGAZERY – Carnival Puppeteers

Donnerstag, 29. Januar 2026
Das ist es nun, das vierte Album der Finnen STARGAZERY, bei denen der ehemalige MSG Shouter Jari Tiura am Mikrofon steht. Musikalisch erinnern die Jungs immer wieder am Royal Hunt, ohne deren königlichen Melodien zu kopieren, sondern vermischen ihren Sound mehr mit traditionellen Rock der Sorte MSG und UFO.

TEXTURES – Genotype

Mittwoch, 28. Januar 2026
Sechs Jahre sind vergangen seit ihrem letzten Album. Nun präsentieren uns TEXTURES, die niederländischen Proggies, neues Kraftfutter in Form von modernem Progressive Metal. Rasante Riffs mit tief gestimmten Gitarren und filigranen Soli.

THE ETERNAL – Celestial

Mittwoch, 28. Januar 2026
THE ETERNAL sind hierzulande nicht wahnsinnig bekannt, haben sich jedoch über die Jahre zu einer Band mit globaler Präsenz entwickelt. Die australisch-finnische Kombination kam 2004 zustande und hat seitdem sieben Alben veröffentlicht, darunter das vielbeachtete Werk «Skinwalker» (2024).
Ursprünglich 2020 veröffentlicht, kam «Negative Balance» eher unauffällig daher, barg jedoch eine langsam aufbauende Intensität, die Geduld belohnte. Sechs Jahre später verleiht die Neuauflage dem Debüt-Album von GODZILLIONAIRE die physische Präsenz, die es verdient - und, was noch wichtiger ist, die Chance, in seiner ganzen Bedeutung gehört zu werden.

HELIX – Scrap Metal

Dienstag, 27. Januar 2026
Seit satten 51 Jahren sind die kanadischen HELIX schon im Business. Auch wenn ihnen trotz den Hits «Heavy Metal Love», «Rock You», «Gimme Gimme Good Lovin'», «Deep Cuts The Knife» und «Love Hungry Eyes» nie der grosse Durchbruch gelang, so haben sie einen festen Platz bei den Hard Rock und Metal-Fans inne.
ANNISOKAY haben sich, zum Grossteil ihrer Karriere, nie in eine Schublade stecken lassen. Sie haben sich an Electronic-Core versucht, mit Post Hardcore Elementen experimentiert und dabei stets die Metalcore-Grundlage beibehalten.

EKTOMORF – Heretic

Dienstag, 27. Januar 2026
EKTOMORF begaben sich in einer schwierigen Zeit ins Studio. Zoltán "Zoli" Farkas hatte mit einem persönlichen Verlust zu kämpfen und kam nicht etwa mit fertigen Songs an, sondern bloss mit einer Handvoll Ideen und dem Bedürfnis, diese in etwas Konkretes umzuwandeln. Das Endergebnis ist das nun vorliegende Album «Heretic», das von Tue Madsen im "Antfarm Studio" in Dänemark produziert und in kurzer Zeit geschrieben wie fertiggestellt wurde.

BENTREES – Silver Veins

Montag, 26. Januar 2026
Im noch jungen Jahr 2026 schreibe ich nun meine erste Rezension. Wenn weiterhin solche coole Musik daherkommt, wird es ein starkes Jahr werden. BENTREES sind ein Duo, dessen Sound jedoch wie ein vollwertiges geologisches Ereignis wirkt.

FIREBORN – Dreamcatcher

Montag, 26. Januar 2026
Das Debüt-Album «Reflections» erschien 2023 über das US-Label Deko Entertainment und brachte Fireborn nicht nur in die offiziellen Rock- und Metalcharts, sondern auch auf die Bühne, zusammen mit Burning Witches, Destruction und weiteren Grössen der Szene. Mit dem Zweitling «Dreamcatcher» schlägt der Fünfer um Sängerin Jenny Gruber ein überzeugendes neues Kapitel in seiner noch jungen Karriere auf.
Die norwegische Band HOLLOW PEAK um die ehemalige Theatre Of Tragedy Sängerin Ragnhild Westgaard legt hier ihr erstes Album vor. Der kraftvolle Sound mit der klaren, melodiösen Stimme ist anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Nach ein paar Durchläufen hat man sich jedoch daran gewöhnt, und dann passt das Ganze eigentlich ganz gut zusammen.

MEGADETH – Megadeth

Freitag, 23. Januar 2026
Wer sich den Podcast «Churz & Knackig» anhört, hat mich bereits grosse Töne spucken hören. Nämlich dahingehend, dass das neue, damals noch ungehörte, neue Album von MEGADETH für mich schon jetzt das Werk des Jahres sein wird. Im Hier und Jetzt höre ich mir «Megadeth» an und kann bestätigen, dass ich mit meiner grossen Schnauze recht hatte.
Unter einem dunklen Himmel, wo Weihrauchschwaden und Entschlossenheit den Willen schärfen, manifestiert sich «Ritual Arcana». Dieses selbstbetitelte Debüt-Album von RITUAL ARCANA ist weniger eine Klang-Operation, ein Zusammenspiel von Bass, Schlagzeug und Gitarre, das zielgerichteter als spektakulär ist. In Crowley'schen Begriffen ist dies kein Lärm zur Ablenkung, sondern Musik als Handlung, etwas das getan wird.
Kaum ein Jahr vergeht ohne einen neuen Output des Schwedischen Melodic Meisters Mikael Erlandsson. Neben seiner Tätigkeit mit Phenomena, Salute oder Secret Service, war vor allem Last Autumn's Dream, ursprünglich mit drei Europe Mitgliedern und Fair Warning Gitarrist Andy Malecek, in Genre Kreisen weit mehr als ein blosser Geheimtipp.
Die thrashige Phantom Corporation schlägt zurück – lauter, härter, fieser. Seit ihrer Gründung 2016 sind PHANTOM CORPORATION eine unaufhaltsame Macht im brodelnden Untergrund.
DEMONS MY FRIENDS - «Demons Seem To Gather» (Neuauflage 2026) erscheint eher mit einem zweiten Atemzug als mit einem zweiten Kapitel. Ursprünglich 2023 unabhängig veröffentlicht, ist diese Ausgabe die erste offizielle Einzel-Veröffentlichung des Albums auf Vinyl und CD.

BRAZEN ABBOT – (Reissue 2025)

Donnerstag, 22. Januar 2026
Gitarrist Nikolo Kotzev kleckerte mit dem vierten und selbstbetitelten Werk von BRAZEN ABBOT ziemlich fett. Nicht nur dass mit Mic Michaeli (Keyboard), John Levén (Bass) und Ian Haugland (Drums) gleich dreifünftel von Europe am Start waren, sondern mit Joe Lynn Turner (ehemals Rainbow und Deep Purple), Jorn Lande und Göran Edman (ehemals John Norum und Yngwie Malmsteen) holte sich der Bulgare gleich drei grossartige Sanges-Barden ins Studio.
Vor dreissig Jahren legten die Schweden RITUAL ein wunderbares Stück Musik vor, das nun remastered neu aufgelegt wird. Wir hören hier eine grossartige Mischung aus Art / Progressive Rock mit Folk-Einflüssen, in den 70ern verwurzelt. Jethro Tull hinterlassen hier ebenso ihre Spuren wie Queen in ihren Anfängen, vor allem im Gesang und den wunderschönen Chören.

SACRIFICE – Tears (Reissue)

Mittwoch, 21. Januar 2026
Ups, da dachte ich doch kurz, die kanadischen Thrasher hätten nach dem starken «Volume Six» schon einen Nachfolger eingetütet. Aber nichts da, denn hier handelt es sich um die japanischen SACRIFICE, welche vor allem zwischen 1985 und 1992 aktiv waren.
Das Debüt-Album von BRAZEN ABBOT erschien 1995, also inmitten einer Zeit, in welcher Classic Rock alles andere als angesagt war. Das Suizid-Kommando, welches der Bulgare Nikolo Kotzev damals fuhr, trug ihm kaum Erfolgs-Lorbeeren ein.
Das dritte Werk der Australier IMPERATORE um Gitarrist und Sänger Zoran Cunjack beginnt mit einem Metal-Riff und orchestralen Elementen. «Be A Man» setzt ordentlich Druck frei und gleichzeitig wird alles überdacht von fetten Keyboards. Dazu die ganz ordentliche Stimme von Zoran. Fängt gut an, der Rundling.

ZU – Ferrum Sidereum

Dienstag, 20. Januar 2026
Das italienische Trio ZU hat sich noch nie für Zurückhaltung interessiert und auch «Ferrum Sidereum» bestätigt dies. Ihr kreativer Antrieb ist nach wie vor von Risikobereitschaft, Geduld und der Weigerung geprägt, sich an die aktuellen Regeln der Branche zu halten. Das über House of Mythology veröffentlichte, weitläufige Instrumental-Doppelalbum erstreckt sich über mehr als achtzig Minuten und verlangt nach einer intensiven Auseinandersetzung statt nach beiläufigem Konsum.

BEZDAN – Upon The Altar

Dienstag, 20. Januar 2026
Schon lustig, Kroatien fristete in meiner Sammlung bisher ein absolutes Schattendasein. Doch nach Manntra und Speedclaw kommt von BEZDAN bereits die dritte Scheibe in diesem Jahr aus dem Land am Mittelmeer und die mit Abstand härteste.
20 Jahre lärmen die Basler TOTAL ANNIHILATION schon und just zu diesem runden Geburtstag, beschenken sie die Meute mit ihrem vierten Studio-Album. Der Titel bezieht sich auf einen Comic namens "At The Mountains Of Madness" des amerikanischen Autors H.P. Lovecraft.
21 Jahre nach ihrem letzten Album hauen uns die Norweger GLUECIFER einen knackigen, wilden, rauen Longplayer um die Ohren, den so wohl niemand erwartet hätte. Mit dem Opener knallt ein fetziger Punk-Song aus den Boxen, sie können es immer noch. Die Mischung aus Rock'n'Roll, Punk und Glam-Elementen gefällt und macht gute Laune.
Auch für sein viertes Album «Nefarious Scintillations» hat sich Evan Daniele (Gesang/alle Instrumente) unter dem Banner DEAD AND DRIPPING für Transcending Obscurity Records entschieden. Von den ersten Sekunden an ist «Nefariously Scintillating Through Vacant Galactic Reservoirs» verstörend, und man wird von der Gewalt des Schöpfers mitgerissen.

KREATOR – Krusher Of The World

Freitag, 16. Januar 2026
Wenn man sich mit der musikalischen Entwicklung von KREATOR auseinandersetzt, dann stellt man fest, dass von der einstigen Rumpel-Combo nicht mehr viel übriggeblieben ist. Schon mit dem dritten Album «Terrible Certainty» (1987) vermischte Bandleader Mille harte Klänge mit melodischeren Parts und richtete immer einen Gitarren-Leckerbissen her, der seinen Ursprung in der "New Wave Of British Heavy Metal" hatte.

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